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STATEMENT

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«DIE WELT VERSCHWINDET, WENN MAN DARIN AUFGEHT»

MARTIN HEIDEGGER, DEUTSCHER PHILOSOPH

In der Malerei offenbart sich mir ein Bewusstsein, das befreit und gleichzeitig meine Intuition und mein kreatives Schaffen anregt.

 

Als Autodidakt kam ich erst spät zur Malerei, obwohl die tiefe Leidenschaft zur Ölmalerei bereits in den Jugendjahren ausgeprägt war. Auf der Suche nach meiner persönlichen künstlerischen Sprache habe ich verschiedene Prozesse durchlebt. Die Auseinandersetzung mit dem überwältigenden Werk des amerikanischen Malers Mark Rothko bewirkte schliesslich die Abkehr von der figurativen hin zur gegenstandslosen Malerei und zur «metaphysischen» Farbfeldmalerei.
 
Die Herausforderung besteht hier darin, Harmonie von Farben und Formen, spontane Expression und meditative Tiefe zu vereinen. Letztlich ist es die Suche nach der Verbindung des Sinnlichen mit dem Metaphysischen, das Schaffen eines introspektiven Bewusstseinszustandes der Stille.

In meiner weiteren künstlerischen Entwicklung habe ich mich zunehmend dem Informel der
expressiv-abstrakten Rakeltechnik zugewandt, in der sich starke Parallelen zur «metaphysischen» Farbfeldmalerei erkennen lassen. Der Anspruch ist derselbe, stille, meditative und gleichzeitig energiegeladene, kraftvolle Bilder zu schaffen, die zur Kontemplation führen und einen inneren Ausgleich ermöglichen.
 

Mehrschichtige Farbaufträge, Abkratzungen und Overlays mit Rakeln, Spachteln und Pinseln, Eigenwirkung und Zufälligkeit von Farbe und Form: im Entwicklungsprozess meiner abstrakten Werke ist es primär die spontane und zugleich bedachte Wahrnehmung, die aus dem Innern spricht und dem Bild allmählich den Atem des Lebens verleiht. In der Folge von Addition und Subtraktion mit Werkzeug und Farbe entstehen Kompositionen, die oftmals an räumliche oder landschaftliche Darstellungen erinnern, dennoch gegenstandslos bleiben und die freie Interpretation der individuellen Wahrnehmung offenlassen.

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