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FAVORIT DES MONATS JANUAR 2026

Aktualisiert: vor 5 Tagen

TEXTURE TÉNUE IV_2018_40x30 cm


Bei Nr. 2500_Texture ténue IV handelt es sich um ein Pastellwerk der Farbfeldmalerei aus dem Jahre 2018.


Mark Rothko war überzeugt, dass in den dunklen Bildern der tragische Ausdruck begreiflicher sei, wie er gegenüber der befreundeten Kuratorin des Art Institute of Chicago, Katherine Kuh erkennen liess. Tragik würde ich hier allerdings mit mystisch, geheimnisvoll übersetzen. 

Zwei in sich rotierende Farbfelder treten allmählich in einem zarten Geflecht grauer und schwarzer Töne aus einem sandbraunen Untergrund hervor und streben danach, sich über ihre auslaufenden Ränder auszudehnen. Das Auge wird von den wirbelnden Farbflächen erfasst und hineingezogen, die Umgebung blendet langsam aus. Stille stellt sich ein. 


Wie Wolken scheinen sich die weichen, verwischten Schichten von Grau und Schwarz aufzubauen und  die gedämpfte Tongebung des Bildes kann dabei an eine eindunkelnde Landschaftsszenerie erinnern, beispielsweise eine Abenddämmerung.


Die durchscheinende graue Farbfläche vermittelt Klarheit und Ehrlichkeit.  Die schwarze dichte Farbfläche transportiert über ihre geheimnisvolle Aura Kraft und Energie.

Keine der beiden Farbflächen übt eine dominante Rolle aus, es besteht absolute Harmonie und ein friedliches Einvernehmen, was das meditative Erleben weiter steigert.


Museumsglas schützt das mit Pastellfarben mehrschichtig aufgebaute Werk und seine zarte und verletzliche Textur. Die schwebende mittige Ausrichtung lässt das Bild nach vorne wirken und verleiht ihm nahezu einen dreidimensionalen Ausdruck.




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